15:30–16:30 Uhr
Reporterinnen erzählen
Chinas Schätze in deutschen Museumskellern
Im Jahr 1900 fand in China der Boxerkrieg statt. Rebellen, die Kampfkünste praktizierten, lehnten sich mit der Unterstützung der kaiserlichen chinesischen Armee gegen die westlichen Besatzer auf. Nach anfänglichen Erfolgen wurden die «Boxer» von einer Allianz aus acht Nationen geschlagen. Es folgten Plünderungen in der Hauptstadt Peking sowie Hinrichtungen von Personen, die verdächtigt wurden, zu den Rebellen zu gehören. Viele der erbeuteten Gegenstände und Gemälde lagern heute in den Kellern deutscher Museen. Die Rückgabe der Kunstschätze an China stellt sich als schwieriger heraus als gedacht.
Sprachen: Englisch und Deutsch
Ye Charlotte Ming ist eine in China aufgewachsene und in Deutschland lebende Journalistin, Autorin und Künstlerin. Ihre Reportagen über Kulturerbe, Migration und Kolonialgeschichte wurden unter anderem in National Geographic, Time, South China Morning Post Magazine, Die Taz und Atlas Obscura veröffentlicht. Sie ist Stipendiatin des Kim Wall Memorial Fund und des Robert Bosch Crossing Borders Fellowship.
Jürg Steiner studierte Geografie an der Universität Bern und ist seit 1985 Journalist. Er ist Mitgründer und Co-Redaktionsleiter des Berner Onlinemagazins Hauptstadt, das seit 2022 publiziert.
