14:30–15:30 Uhr
Reporter erzählen
Iran
Sogar die Kinder wollen weg
Während Europa altert, sind 23 Prozent der Bevölkerung im Iran unter 15 Jahre alt. Bis vor einigen Jahren hatten iranische Kinder dieselben Träume wie alle anderen Kinder in Europa; sie wollten Arzt, Ingenieurin, Anwalt oder Lehrerin werden. Jetzt wollen Mädchen Maniküre- oder Pediküre-Berufe erlernen oder Modedesignerin werden. Und hätten sie genug Geld, würden sie als Erstes das Land verlassen. Nur Kinder von wohlhabende Eltern dürfen weiter träumen. Was wird aus einem Land, wenn Kinderträume zerbrechen und die soziale Kluft immer grösser wird?
Sprachen: Persisch und Deutsch
Vali Khalili arbeitet seit zwanzig Jahren als Sozial- und Wirtschaftsjournalist in Iran für verschiedene Zeitungen. Sein Hauptfokus sind Reportagen und investigative Berichte über Armut, die Marginalisierung von Bewohner:innen in iranischen Städten, soziale Bewegungen und über das Bestrafungssystem.
Mohammad Bagherzadeh hat an der Universität Teheran Ingenieurwesen studiert und entdeckte während seines Studiums die Leidenschaft für den Journalismus. Seit über elf Jahren widmet er sich der Recherche zu wichtigen Ereignissen mit dem einzigen Ziel, der Wahrheit einer Sache zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen.
Tabea Steiner ist Literaturvermittlerin, organisiert Festivals, Veranstaltungen und arbeitete in Literatur-Jurys. Ihr erster Roman Balg wurde für den Schweizer Buchpreis nominiert. Im Frühjahr 2023 kam der zweite Roman Immer zwei und zwei heraus, und im Herbst 2024 erschien ihr erster Essayband Heidi kann brauchen, was sie gelernt hat.
