14:30–15:30 Uhr
Reporterinnen erzählen
Zeitenwende im Iran?
Am 16. September 2022 ist die 22-jährige Iranerin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam gestorben. Der Grund für ihre Festnahme: «Unzüchtige Bekleidung» - Amini zeigte zu viel Haar. Seither protestieren Iranerinnen und Iraner nicht nur für mehr Frauenrechte, sondern für den Sturz des Regimes, welches mit brutaler Repression gegen die Aufständigen vorgeht. Wird dieser Aufstand, wie schon frühere, niedergeschlagen? Oder können sich die freiheitlichen und progressiven Kräfte erstmals gegen den Klerus an der Macht durchsetzen?
Zahra Moshtagh arbeitet seit über dreissig Jahren als Fillmemacherin, Romanautorin, Journalistin und Aktivistin in Iran. Aktuell publiziert sie hauptsächlich für eine der grössten Tageszeitungen Irans, das Shahrvand Newspaper. Ihre für den True Story Award nominierte Reportage handelt von ihrer Reise in das Nachbarland Afghanistan unter der neuen Taliban-Herrschaft. Sie ist Mitglied des iranischen Jounalistenverbands und der International Federation of Journalists.
Daniel B. Peterlunger studierte, bevor er Journalist wurde, Chemie und war Mitarbeiter in der Grundlagenforschung an der Uni Bern. Ab den 1990er Jahren publizierte er in der damaligen Zeitung Weltwoche, im NZZ-Folio, Neue Zürcher Zeitung, Tages-Anzeiger und – als freier Journalist und Segler – Reportagen in Mare. Seit der Gründung von Reportagen ist er als Redaktor zuständig für die «Historische Reportage». Den Iran hat er mehrmals besucht.
Sprachen: Deutsch und Persisch

